{"id":4181,"date":"2016-09-05T13:45:41","date_gmt":"2016-09-05T11:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.strasbourginstitute.org\/?p=4181"},"modified":"2021-11-18T10:13:10","modified_gmt":"2021-11-18T09:13:10","slug":"sommerseminar-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ecumenical-institute.org\/en\/2016\/09\/05\/sommerseminar-2016\/","title":{"rendered":"Sommerseminar 2016"},"content":{"rendered":"<div class=\"mceTemp\">\n<dl id=\"attachment_4188\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 310px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.strasbourginstitute.org\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/group-photo-2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4188 \" title=\"group photo 2016\" src=\"https:\/\/www.strasbourginstitute.org\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/group-photo-2016-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p>Bei einer Tagung im Institut f\u00fcr \u00f6kumenische Forschungin Strasbourg beschlossen am 15. April 1966 das P\u00e4pstliche Sekretariat zur F\u00f6rderung der Einheit der Christen und der Lutherische Weltbund (LWB), eine Kommission einzusetzen. So begann vor 50 Jahren der internationale lutherisch\/katholische Dialog, welcher bis heute arbeitet und zu entscheidenden Fortschritten gelangen konnte.<\/p>\n<p>Dieses Jubil\u00e4um veranlasste das Strasbourger Institut in Zusammenarbeit mit dem Johann-Adam-M\u00f6hler Institut von Paderborn sein diesj\u00e4hriges 50. Sommerseminar vom 4. bis 11. Juli diesem Dialog zu widmen. Als Referentinnen und Referenten wurden die wichtigen Akteure der verschiedenen Phasen dieses Dialogs eingeladen.<!--more--><\/p>\n<p>Das mit \u00fcber 60 Teilnehmern aus 22 L\u00e4ndern und 8 verschiedenen Kirchen gut besuchte Kolloquium beschrieb und analysierte die verschiedenen Phasen dieses Dialogs. Nach einer allgemeinen historischen Einleitung wurden zun\u00e4chst die ersten Jahre zwischen 1967 und 1994 bearbeitet. Es war die Zeit der wichtigen Dokumente (&#8222;Das Herrenmahl&#8220;, &#8222;Das Geistliche Amt in der Kirche&#8220; und die sich daraus ergebende Einheitsvision \u2013 &#8222;Einheit vor uns&#8220;). Ein H\u00f6hepunkt war der Tag, der der Gemeinsamen Erkl\u00e4rung zur Rechtfertigungslehre gewidmet war. Diese 1999 durch den Vatikan und den LWB unterschriebene Erkl\u00e4rung ist der Grundkonsens, auf welchem alle weitere Arbeit ruht. Dies wurde insbesondere durch Kardinal Lehmann bei dieser Tagung unterstrichen. Die anschlie\u00dfenden Dialoge f\u00fchrten zu dem Dokument \u201eVom Konflikt zur Gemeinschaft\u201c, eines der wichtigen Dokumente im Blick auf das Jubil\u00e4umsjahr der Reformation 2017. Auch diese neue Phase wurde ausf\u00fchrlich behandelt und f\u00fchrte am letzten Tag zur Darstellung von Zukunftsperspektiven, die von bisher nicht am Dialog Beteiligten vorgestellt wurden.[singlepic id=636 w=320 h=240 float=right]<br \/>\nEine\u00a0 zweite Dimension dieses Seminars waren Darstellungen des Dialogs und seiner Konsequenzen in verschieden Regionen (Lateinamerika, USA, Tansania, Frankreich, Deutschland). Vieles wurde an vielen Orten erreicht, doch es bleibt noch viel mehr zu tun m\u00f6glich..<\/p>\n<p>Abgeschlossen wurde das Seminar durch die Feier der gemeinsamen Liturgie, welche am 31. Oktober in Anwesenheit des Papstes Franziskus in Lund stattfinden wird. Da die Verfasser dieser Liturgie beim Seminar dabei waren, war es angebracht diese am Ende dieses Kolloquiums zu feiern. Der Strasbourger Erzbischof Grallet und der lutherische w\u00fcrttembergische Bischof July (Vorsitzender des Kuratoriums des Instituts f\u00fcr \u00d6kumenische Forschung in Strasbourg) standen diesem Gottesdienst vor.<\/p>\n<p>In den Tagen dieses Seminars feierte Theodor Dieter, einer der lutherischen Hauptakteure dieses Dialogs, seinen 65. Geburtstag. Der Berichtsband dieser Woche, der in den n\u00e4chsten Monaten erscheint, wird Theodor Dieter gewidmet sein.<\/p>\n<p>Gottesdienst am 9. Juli 2016 (Lund Liturgie) in Deutsch und Franz\u00f6sisch:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.strasbourginstitute.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Programme-C\u00e9l\u00e9bration-oecum\u00e9nique-2016.pdf\">Programme C\u00e9l\u00e9bration oecum\u00e9nique 2016<\/a><\/p>\n<p>Predigt von Erzbischof Grallet (auf Franz\u00f6sisch):\u00a0<a href=\"https:\/\/www.strasbourginstitute.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hom\u00e9lie-Msgr-Grallet.pdf\">Hom\u00e9lie Msgr Grallet<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Einige Reaktionen von Teilnehmern:<\/span><\/p>\n<p><em>\u201eDas Thema &#8217;50 Jahre lutherisch-katholischer Dialog&#8216; verband den <strong>R\u00fcckblick<\/strong> auf die gef\u00fchrten Dialoge, die behandelten Themen sowie die entstandenen Texte mit einer <strong>Bestandsaufnahme<\/strong> des im Dialog Erreichten und des schon bzw. noch nicht kirchlich Rezipierten mit einem <strong>Ausblick<\/strong> auf das nun Anstehende. Es war, nicht zuletzt durch die eingeladenen Referentinnen und Referenten, ein \u00e4u\u00dferst fruchtbares Seminar, da es nicht nur auf bereits erreichte Ergebnisse und Konvergenzen hinwies, sondern auch die Frage der Rezeption thematisierte [&#8230;] noch einmal ganz herzlichen Dank f\u00fcr dieses hervorragend konzipierte und sehr gelungene Seminar.\u201c<\/em> Dr. J\u00f6rg Bickelhaupt (Deutschland)<\/p>\n<p><em>&#8222;Vielen Dank f\u00fcr das Geschenk des Seminars, das 50 Jahre Dialog zwischen Lutheranern und Katholiken feierte. Obwohl ich selbst in diesen 50 Jahren Pastor war, bin ich denen dankbar, die ihre Zeit und F\u00e4higkeiten in den Dienst der Fortsetzung der Gespr\u00e4che gesteckt haben. Gleichzeitig trage ich in mir die Sorge um \u00a0die k\u00fcnftigen Gespr\u00e4che. Wer wird den Dialog bis zur vollen Gemeinschaft fortsetzen? Strasbourg und das S\u00e9minaire Protestant waren in jeder Hinsicht eindrucksvoll.&#8220;<\/em> Pastor Frank Lee (USA)<\/p>\n<p><em>&#8222;Das Sommerseminar war eine gro\u00dfe Bildungserfahrung. Die akademischen Vorlesungen von einer Gruppe von hoch qualifizierten internationalen G\u00e4sten und die M\u00f6glichkeit zu Fragen und Antworten nach den Vortr\u00e4gen waren besonders lehrreich. Die Gruppenarbeiten, die sich auf bestimmte Fragen und \u00f6kumenische Dokumente konzentrierten, waren aus dogmatisch-theologischer und praktisch-kirchlicher Perspektive sehr informativ. Die Vortr\u00e4ge, die Debatten und Diskussionen waren aufgrund des internationalen Charakters der Gruppe einzigartig. Alle Regionen der Welt waren unter den Teilnehmenden und Referenten vertreten. Wir hatten Gelegenheit, \u00fcber die verschiedenen Herausforderungen der Kirchen in der ganzen Welt zu sprechen und befassten uns auch mit den Hoffnungen f\u00fcr die Zukunft. \u00a0Bei der \u00f6kumenischen Arbeit geht es jedoch nicht nur um theologische Diskussionen. Wir hatten auch gemeinsame Gottesdienste in der wundersch\u00f6nen Thomas-Kirche. Die Mahlzeiten beim Seminar, die wunderbaren franz\u00f6sischen Weine waren vorz\u00fcglich. Wir hatten auch Zeit, die herrliche Stadt Strasbourg zu besichtigen und die Sch\u00f6nheit von Gottes Sch\u00f6pfung zu genie\u00dfen. Der abschlie\u00dfende Tagesausflug ins Elsass, die Fahrt nach Colmar (Isenheimer Altar) und die Weinprobe waren unvergessliche Ereignisse. Das Sommerseminar darf man nicht verpassen!&#8220;<\/em> Privatdozent Dr. theol. Paul Silas Peterson (T\u00fcbingen, Deutschland \/ USA)<\/p>\n<p><em>&#8222;Es war ein gro\u00dfes Geschenk Gottes, dass ich zu dieser Tagung gesandt wurde, bei der ich aus erster Hand \u00fcber die gesamte Geschichte des lutherisch\/katholischen Dialogs, die vor 50 Jahren begann, vieles gelernt habe. Ich war sehr beeindruckt von dem starken Wunsch nach \u00a0Vers\u00f6hnung und von der bewundernswerten Ausdauer unserer deutschen Br\u00fcder. Nach meiner R\u00fcckkehr nach Hongkong wurde ich aufgefordert, f\u00fcr die Gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Rechtfertigungslehre und das neuere Dokument zu &#8222;Vom Konflikt zur Gemeinschaft&#8220; zu werben. Die Pioniere und das Team des bilateralen Dialogs haben wunderbare Arbeit geleistet. Ich hoffe, dass die Rezeption ihrer Errungenschaften von verschiedenen Konfessionen in der ganzen Welt weithin anerkannt werden.&#8220;<\/em> Theresa Lumo Kung (Hongkong)<\/p>\n<p>[nggallery id=31]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.strasbourginstitute.org\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Seminarprogramm-2016.pdf\">Seminarprogramm 2016<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einer Tagung im Institut f\u00fcr \u00f6kumenische Forschungin Strasbourg beschlossen am 15. April 1966 das P\u00e4pstliche Sekretariat zur F\u00f6rderung der Einheit der Christen und der Lutherische Weltbund (LWB), eine Kommission einzusetzen. So begann vor 50 Jahren der internationale lutherisch\/katholische Dialog, welcher bis heute arbeitet und zu entscheidenden Fortschritten gelangen konnte. 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