Vom 25.-29. März 2015 fand das erste Treffen der St. Athanasius Lutheran-Orthodox Theological Fellowship im Centre St. Thomas in Strasbourg statt. Die Fellowship ist eine neue Initiative der Volos Academy for Theological Studies in Volos(Griechenland) und dem Institut für Ökumenische Forschung in Strasbourg.

Die Fellowship wurde zur Förderung der Freundschaft und des intellektuellen Austausches zwischen lutherischen und orthodoxen Theologinnen und Theologen gegründet. Sie baut auf die großen Fortschritte der regionalen und internationalen Dialoge zwischen den beiden Kirchengemeinschaften auf und möchte die Ressourcen der beiden Traditionen zusammenbinden in einer Symbiose bei der Erörterung dringender Fragen, vor denen Kirchen und die Gesellschaften im 21. Jahrhundert stehen.

 

Die Teilnehmer der Fellowship kamen von überall in Europa und aus Nordamerika zu den mehrtägigen gemeinsamen Gesprächen und Reflektionen. Zur orthodoxen Gruppe gehörten Dr. Pantelis Kalaitzidis (Griechenland), Direktor der Volos Academy for Theological Studies und orthodoxer Vorsitzender der Fellowship; Rev. Dr. Radu Bordeanu (USA), Associate Professor an der Duquesne University in Pittsburgh; Dr. Anna Briskina-Müller (Deutschland), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Dr. Konstantinos Delikostantis (Griechenland/Schweiz), Professor an der Universität in Athen und am Institute of Postgraduate Studies in Orthodox Theology in Chambésy; Rev. Heikki Huttunen (Finnland), Generalsekretär des Finnish Ecumenical  Council; Dr. Assaad Elias Kattan (Deutschland), Professor und Vorsitzender für orthodoxe Theologie an der Universität Münster und Mr. Georgios Vlantis, M.Th., (Griechenland/Deutschland), wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Volos Academy und der Abteilung für orthodoxe Theologie an der Universität von München und orthodoxer Sekretär der Fellowship.

Zur lutherischen Gruppe gehörten Rev. Dr. Sarah Hinlicky Wilson (Frankreich/USA), Beigeordnete Forschungsprofessorin am Institut in Strasbourg und lutherische Vorsitzende der Fellowship; Mag. Anna-Mária Benková (Serbien/Slowakei), Lutherisch-theologische Fakultät der Comenius-Universität in Bratislava; Pfr. Mag. Anne Burghardt (Estland/Schweiz), Secretary for Ecumenical Relations im Department for Theology and Public Witness des Lutherischen Weltbundes, Pfr. Prof. Dr. Reinhard Thöle (Deutschland), Professor an der theologischen Fakultät und dem Seminar für Ostkirchenkunde an der Martin-Luther-Universität von Halle-Wittenberg; Pfr. Dr. Olli-Pekka Vainio (Finnland), Senior Lecturer in Systematic Theology an der Universität von Helsinki und Martin Kopp (Frankreich) von der Protestantischen theologischen Fakultät der Universität Strasbourg und LWB-Beauftragter für Fragen der Klimagerechtigkeit sowie lutherischer Sekretär der Fellowship.

Um eine feste Grundlage für die zukünftige Arbeit zu haben, hat sich die Fellowship bei dieser ersten Tagung einen Überblick über Themen, neue Richtungen und Bereiche für die weitere Entwicklungen in der Theologie der beiden Kirchen verschafft. Die Themen der Vorträge waren: „Klassische Themen der lutherischen Theologie” (Sarah Hinlicky Wilson), “Kirche und Welt in der Orthodoxie.  Theorie vs. Realität” (Anna Briskina-Müller), “Geschichte und gegenwärtige Trends in der Lutherforschung“ (Anna-Mária Benková), “Orthodoxe Theologie und Hermeneutik: Ein kritischer Überblick“ (Assaad Elias Kattan), “Lutherische Theologie and postmoderne Philosophie” (Olli-Pekka Vainio) and “NeueEntwicklungen und gegenwärtige Trends in der orthodoxen Theologie” (Pantelis Kalaitzidis).

Nach lebhaften und intensiven Diskussionen beschloss die Fellowship, sich im Jahr 2017 erneut zu treffen und das Thema einer „Hermeneutik der Geschichte“ aufzugreifen, mit besonderer Berücksichtigung der verschiedenen Rollen, die die Vergangenheit für die Prägungunserer Kirchen und ihrer Theologie in Gegenwart und Zukunft spielen kann und spielt. Das Thema ist besonders geeignet, da die Sitzung 2017 direkt nach dem Pan-orthodoxen Konzil (2016) und während des 500. Jubiläumsjahres des Beginns der lutherischen Reformation geplant ist. Es wurden bereits vorläufig Tagungen für 2019 und 2021 zu den Themen „Theologische Anthropologie“ und „Theologie des Politischen“ vorgesehen. Die Veröffentlichung der Dokumente der Fellowship ist zu gegebener Zeit geplant.

Die Fellowship wählte den Namen St. Athanasius als Anerkennung der Bedeutung dieses Kirchenvaters für beide Gemeinschaften und insbesondere für seine beeindruckende Christologie.

Die Volos Academy for Theological Studies stellt ein offenes Gedanken- und Dialogforum zwischen der orthodoxen Kirche und der allgemeinen wissenschaftlichen Gemeinschaft von Intellektuellen weltweit dar.

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